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Selbst und ständig – Ein Mythos?

“Ich will mich selbstständig machen, hauptberuflich.” Überall, wo ich diesen Gedanken äußerte, hörte ich: “Klingt immer so toll, ne? Selbstständig sein. Aber denk dran: selbst und ständig! Da ist nicht mehr viel mit Privatleben.” Danke für den Schlag. Ins Gesicht. Mit ‘nem Stuhl. Hach, wozu hat man sonst Freunde und Familie, wenn nicht dafür. Nein, aber mal im Ernst: Selbst und ständig – muss das wirklich sein ?


Was andere meinen, wenn sie “selbst und ständig” sagen

Ich hab schnell rausgefunden, was damit wirklich gemeint ist. “Jaaa, dann bist du aber auch ‘selbst und ständig’ am arbeiten, weißte schon?”.

1. Du bist jetzt auf dich allein gestellt. Die Verantwortung für alles lastet auf dir selbst.
2. Ab jetzt hast du keine Zeit mehr. Du musst jetzt ständig arbeiten, um erfolgreich zu werden.

Danke für nix, lieber Mensch. Denn das hilft nu’ wirklich nicht weiter. Das schlimme ist, dass man diesen Satz ständig hört, gerade am Anfang. Und das ist schei**e. Stell dir mal vor, du erfüllst dir einen Lebenstraum, freust dich total auf das was kommt und andere schmettern dir Sätze entgegen wie “Aha, das willst du also jetzt machen. Bist du sicher, dass das klappt? Damit wirst du bestimmt auf die Fresse fliegen.” Menno, Leute. Nicht euer Bier.

Fakt ist: Du hast dich entschieden. DEINE Entscheidung, DEIN Weg. Du wirst Zuschauer am Wegesrand haben, manche feuern dich an, manche machen dich fertig. Guck einfach nicht hin, lauf weiter. Ist ja dein Weg!

Aber lass mich kurz einen Moment auch ehrlich zu dir sein: Diese Leute haben nicht ganz unrecht, wenn sie dir Satz Nummer 1 und 2 an den Kopf schmeißen: Am Anfang startest du alleine und erledigst alles selbst. Höchstwahrscheinlich bist du ständig mit arbeiten beschäftigt. Am Anfang. Und irgendwann ist das nicht mehr so. Manchmal ist es Neid oder Missgunst, manchmal die eigene Unsicherheit, die aus diesen Menschen spricht. Auf diese Aussagen darfst du einfach nichts geben.


Sei Du selbst, ständig!

Ich habe lange gebraucht um folgende Punkte zu kapieren und wünsche dir, dass du die nächsten Zeilen ernst nimmst und schneller verstehst, als ich.


Am Anfang: Do it yourself

Du wirst zu Beginn natürlich alles alleine machen. Von nichts kommt nichts (eigentlich auch so ein Kack-Spruch). Du wirst jede noch so kleine Aufgabe selbst erledigen (müssen). Das ist, klar, auch eine finanzielle Sache. Die Wenigsten starten mit 15.000€ Startkapital. Und das ist okay, wenn nicht sogar perfekt. Überleg’ doch mal: Du lernst jeden Prozess kennen, hast überall mal deine Hände drin und kannst später auf jedenfall mitreden. Vielleicht erstellst du dir erstmal selbst ein Logo, mithilfe von Online-Workshops. Auch gut! Denn genau dafür habe ich diese Plattform ja auch ins Leben gerufen: Damit du so günstig wie möglich starten kannst. Hauptsache DU STARTEST!


Übergangsphase

Wie hat Fynn Kliemann so schön gesagt: “Wie groß kann ein Fisch im Aquarium schon werden?”. Es wird einen Punkt geben, da wird dir das Aquarium zu eng und du brauchst mehr Platz. Konkret könnte das z.B. heißen Aufgaben abzugeben, die du ohnehin nicht gerne selbst erledigst (Hallo, Steuer! 😉 ). Du musst ja nicht gleich jemanden einstellen. Mit Freelancern kann man super und frei zusammen arbeiten. Heutzutage gibt es sogar virtuelle Assistenten/innen (möchte ich aufjedenfall bald eine im Team haben), an die du Kinkerlitzchen Aufgaben deligieren kannst. Wichtig ist aber, dass du vor jeder Aufgabe (vor allem am Anfang) überlegst: Ist diese Aufgabe wichtig und dringend? Ist sie nicht wichtig, aber dringend? (Eisenhower-Prinzip). Je früher du anfängst, nach diesem Schema zu handeln, desto besser fluppen die Entscheidungen in der Zukunft. Sei mutig und triff dich mit dir selbst am Rande deiner Komfortzone.


Das große O: Organisation

Ich persönlich bin nicht gut darin, mich zu organisieren. Wenn ich aber ein erfolgreiches Unternehmen führen möchte, komme ich nicht drumherum. Wenn es in meinem Büro unordentlich ist, kann ich keinen klaren Gedanken fassen. Der äußere Zustand, überträgt sich instantly auf meinen Inneren. Also sorge ich dafür, dass ich perfekte Voraussetzungen habe um gute Arbeit leisten zu können (zugegeben, ist auch nicht immer der Fall…).

Und sobald du aufgeräumt hast: Sieh zu, dass du wichtige/nötige/dringende Aufgaben outgesourcet bekommst (denglischperfektion). Ich zum Beispiel bin immer noch dabei, meinen Mann von einer Haushaltshilfe zu überzeugen 😉 (weil Haushalt = Zeit, kein Haushalt = mehr Zeit = Geld verdiene).

Und dann gibt es da noch einen Haufen Tools, die dir dein Leben leichter machen. Auf Instagram werde ich in nächster Zeit immer wieder mal welche vorstellen. Meine Lieblingstool zurzeit ist Later, damit plane ich meine Instagram-Posts und Storys (für zwei unterschiedliche Accounts). Die Free-Version von Later deckt alles wichtige für den Anfang deines Business’ ab. Melde dich über diesen Link an, dann bekomme ich 10 Extra-Posts als Dankeschön für die Empfehlung. Kostet dich nichts weiter 🙂


Die drei goldenen F’s

Wenn du dir nur einen Punkt aus diesem Artikel merkst, dann diesen:
Denke an deine Familie, deine Freunde und deine Freizeit. Diese drei goldenen F’s tragen maßgeblich zu einem gesunden Leben als Unternehmerin bei. Es ist ganz einfach: Wenn du dich nicht um sie kümmerst und pflegst, wird dein Unternehmen vielleicht wachsen, aber du wirst für immer selbst und ständig sein. Ganz allein. Bitte, bitte, vernachlässige diesen Punkt nicht, er ist so, so wichtig!

Und, was denkst du? Muss selbst und ständig sein?

Du hast es selbst in der Hand. Was das betrifft, trifft der Spruch zu 1000% zu. Du bist selbst und ständig dafür verantwortlich, wie du dein Unternehmen führen möchtest. Und wenn du ehrlich zu dir selbst bist, dann hast du dich doch selbstständig gemacht um freier leben zu können oder uneingeschränkt arbeiten zu können. Zu arbeiten wann es dir passt und blau zu machen, wenn du Lust dazu hast. Natürlich ist auch das nicht immer möglich. Aber möglicher als in einer Festanstellung (soll aber auch Traum-Arbeitgeber geben 😉 ). Wenn du entscheiden musst, was jetzt dran ist, halte dich an den letzten Punkt: Hat es was mit der Familie oder deinen Freunden zutun? Lass die Arbeit liegen. Geht das nicht, weil du echt viel zutun hast, musst du deine Organisation überdenken oder dir eine Hilfe suchen, die dich unterstützt. Sei nicht zu stolz dafür. Sei lieber stolz darauf, wenn du dir Hilfe suchst, dann hast du es nämlich verstanden!

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