Kontakt
   Erste Hilfe    Ziele setzen, Jahr reflektieren – Wo anfangen?

Ziele setzen, Jahr reflektieren – Wo anfangen?

Das neue Jahr ist da und mit dem neuen Jahr kommen die neuen, guten Vorsätze. Weil’s so schön ist, bei 0 anzufangen tun wir es immer wieder, jedes Jahr von Neuem. Und vielleicht hast auch du dir fürs neue Jahr viel vorgenommen, aber weißt trotzdem nicht wo du anfangen sollst. Ein bisschen Vorfreude gemischt mit Überforderung, fühlt es sich so in etwa an? Mach dir keine Sorgen, das ist eine tolle Phase in der du steckst. Überforderung bedeutet Wachstum und die Chance ist groß, dass du gerade in einem Wachstumsschub steckst. Ich erzähle dir jetzt etwas übers Ziele setzen und wie man das vergangene Jahr reflektiert…

Nicht nur in Bezug auf Selbstständigkeit und Unternehmen fallen wir am Anfang jeden Jahres in einen leichten Vorfreude-Überforderungszustand. Das passiert uns genauso gut in privaten Dingen und wir fragen uns: Wo fange ich an? Alles scheint so wichtig zu sein und der Durchblick geht gerade spazieren.

Dabei könnte es so einfach sein! Die Zauberwörter heißen: Ziele setzen und Jahr reflektieren. Und was viele am Ende des Jahres tun, nämlich das Jahr reflektieren, solltest du jetzt noch schnell machen, wenn noch nicht passiert. Eine Jahresreflexion ist nicht nur so ein „Instagram-Trend“, bei dem du zeigen kannst, wie toll dein Jahr war. Vielmehr dient sie dir dazu, das Vergangene mit Abstand zu betrachten um mit klarem Blick auf das vor dir liegende zusteuern zu können.


Wie macht man eine Jahresreflexion?

Es gibt dazu viele Anleitungen. Ich erzähle dir, von der Taktik, die mir geholfen hat. Ich beginne damit mir meine alten Kalender anzuschauen. Ich benutze überwiegend den Apple Calendar auf dem Handy und zusätzlich dazu meinen Planer von Nuts & Golden (unbezahlte Werbung). Dann gehe ich das Jahr systematisch durch, von Januar bis Dezember. Aus jedem Monat schreibe ich mir die „Highlights“ heraus, sowohl die guten, als auch die nicht so guten.

Beim reflektieren geht es für mich persönlich darum, die Entscheidungen, die ich getroffen habe im Nachhinein nochmal zu hinterfragen und zu schauen, ob ich gut/schlecht entschieden habe. Woher weiß ich, ob ich mich gut oder schlecht entschieden habe? Beispiel: Ich entscheide mich dafür einen Onlinekurs im Wert von 2.500€ zu kaufen, weil ich zu diesem Zeitpunkt dachte, dass ich ihn unbedingt brauche (keine Sorge, dass habe ich nicht getan [gute Entscheidung! J ]). Am Ende des Jahres stelle ich fest, dass ich den Onlinekurs nicht mal zur Hälfte gemacht habe. So war der Kauf für mich rückblickend betrachtet eine schlechte Entscheidung, denn das Thema des Kurses schien wohl nicht relevant genug oder die verfügbare Zeit war einfach nicht da.

Schreibe dir hinter jedes deiner Highlights auf, ob du gut oder schlecht entschieden hast. Begründe für dich warum. Dann schreibst du dir das schönste und das schlechteste Highlight raus und feierst dich. Ja, du sollst dich auch für das schlechteste Highlight feiern, denn das hat dafür gesorgt, dass du dich weiterentwickelst und dafür gibt’s auch schon mal Applaus!

Dann kannst du noch 2 Personen aufschreiben, die dein Jahr geprägt haben. Oft kann man das anhand der Highlights und der getroffenen Entscheidungen feststellen.


Wie plane ich mein nächstes Jahr?

Den Teil mag ich ganz besonders gerne, denn hier darfst du träumen und groß denken! Um deine Ziele definieren zu können möchte ich dir kurz die SMART-Regel vorstellen. Hier steht jeder Buchstabe für eine bestimmte Definition deines Zieles:
S = Spezifisch -> Was GENAU willst du erreichen
M = Messbar -> Bedeutet, du brauchst eine Zahl
A = Attraktiv -> Du solltest dich auf dein Ziel freuen und dafür motivieren können
R = Realistisch -> Basierend auf den Möglichkeiten, die dir zur Verfügung stehen
T = Terminiert -> Ein gut formuliertes Ziel gibt an, wann man es erreicht haben möchte

Ziele setzen sieht bei mir z.B. so aus:
Ich werde bis zum 31.12.2020 (terminiert) mit der Marke Urban+Walburga (spezifisch) 500 Newsletter Abonnenten (messbar) haben. (Insgesamt ist das Ziel attraktiv und realistisch)

Dein smartes Ziel sollte ein langfristiges Ziel sein. Ich sehe mein Ziel als langfristig, da ich ein ganzes Jahr Zeit habe, um es zu erreichen. Und wie erreiche ich es? Indem ich mir kurzfristige Ziele stecke, die ähnlich formuliert sind, aber „schneller“ erreicht werden können. Du kannst beispielsweise als kurzfristiges Ziel anstreben, jeden Monat 41 Newsletter Abonnenten zu sammeln oder einmal die Woche einen Newsletter rauszusenden, damit deine Abonennten bleiben. So macht das Ziele setzen und erreichen viel mehr Spaß, weil du, wie in meinem Fall, nicht auf diese riesige unerreichbare Zahl hinarbeitest, sondern auf die Zwischenziele.


Ich kann das auch ohne Ziele

Wenn du jetzt sagst: „PAH! Ziele setzen; Jahr reflektieren; Das brauche ich alles nicht.“ Dann frag‘ dich mal kurz, warum du auf den Beitrag geklickt hast. In der Zwischenzeit kannst du auch gerne noch diesen Beitrag lesen, bis es dir einfällt: 1001 Wege sich selbstständig zu machen.

Ich kann dir aus eigener Erfahrung sagen, dass es einen himmelweiten Unterschied macht, ob du deine Ziele klar formuliert aufschreibst oder „so in etwa“ im Kopf hast. Das Verrückte ist, sobald du deine Ziele vor dir stehen hast und das Blatt oder Notizbuch in dem sie stehen wieder weg packst, handelst du automatisch im Sinne deiner Ziele. Nach vier Monaten, hast du sie vielleicht schon vergessen und schaust zufällig nochmal drauf. Doch du wirst merken, dass die Dinge, die in der Vergangenheit passiert sind, ganz klar zu deinen Zielen hinführen. Es ist wie Zauberei, aber es funktioniert! Wirklich

Ich habe Angst vor meinen Zielen

Das ist schade, aber auch ein Stück weit normal. Wie gesagt: Da wo es unbequem wird, wächst man. Und da wo deine Ziele sind, musst du ja auch erstmal hinwachsen. Sonst wären es ja keine Ziele. Eins möchte ich dir dennoch auf den Weg für das neue Jahr geben: Sei nicht so streng mit dir. Ziele sind gut. Aber sie dürfen sich auch ändern oder nicht erreicht werden. Dein Leben verändert sich, Umstände verändern sich. Ziele machen das genauso. Wenn du also merkst, deine alten Ziele passen nicht mehr, dann fang einfach nochmal von vorne an. Und versuche nicht auf Biegen und Brechen diese zu erreichen. Manchmal brauchen Dinge ihre Zeit. Manchmal sind andere Dinge wichtiger, als deine Ziele. Und manchmal steckt man sich Ziele vielleicht doch zu hoch und das ist okay.

.

Post a Comment